Die Genhändler

Die Xenogenesis-Trilogie von Octavia E. Butler, 2000 als „Lilith's Brood“ neu aufgelegt, beginnt nach einem Atomkrieg, der die Erde unbewohnbar gemacht hat. Im ersten Roman, „Dawn“ (1987), deutsch „Dämmerung“ (1991), erwacht die Schwarze Lilith Iyapo 250 Jahre nach dem Krieg auf einem lebenden Schiff der Oankali, Außerirdischer, die die wenigen Überlebenden von der sterbenden Erde geholt haben. Das dritte ihrer drei Geschlechter, die Ooloi, kann das Erbgut anderer Wesen gezielt verändern. Die Oankali haben die Erde wieder bewohnbar gemacht und wollen dafür den „Genhandel“, die Vermischung beider Arten; Lilith soll Menschen wecken und auf die veränderte Erde vorbereiten. Für die Reihe recherchierte Butler im Amazonas-Regenwald und in den Anden. Auf „Dawn“ folgten „Adulthood Rites“ (1988) und „Imago“ (1989), im selben Jahr erschien die Trilogie als Sammelband „Xenogenesis“. Heyne brachte die Romane 1991 als „Dämmerung“, „Rituale“ und „Imago“ in der Übersetzung von Barbara Heidkamp heraus, 1999 in einem Band als „Die Genhändler“ und 2024 als „Xenogenesis“. Alle drei Romane waren im Jahr ihres Erscheinens für den Locus Award nominiert, keiner gewann. Tor.com las die Trilogie als Parallele zur Geschichte afrikanischer Sklaven in Amerika; Adele Newson lobte 1989 die Prosa von „Dawn“ als einnehmend, fand die Entwicklung in „Adulthood Rites“ aber enttäuschend, und Ted White nannte „Imago“ in der Washington Post als Abschluss antiklimaktisch. 2020 erwarb Amazon Studios die Streamingrechte an „Dawn“; die Pilotfolge sollte Victoria Mahoney schreiben und inszenieren.

Bände
3

Bücher