Dorsai

Gordon R. Dicksons Childe-Zyklus, auch Dorsai-Reihe genannt, ist eine Zukunftsgeschichte: Die Menschheit hat sich auf den jüngeren Welten in Splitterkulturen geteilt, darunter die Dorsai, die sich von ihrer rohstoffarmen Welt aus als Söldner vermieten, die Exoten als Philosophen und die Freundlichen als Gläubige. „Dorsai!“, der erste erschienene Roman, verfolgt den Aufstieg des ehrgeizigen Donal Graeme, der auf der Dorsai aufgewachsen ist und bald dem mächtigen William von Ceta auffällt. Der Name spielt auf Robert Brownings Gedicht „Childe Roland to the Dark Tower Came“ an; Dickson plante den Zyklus vom 14. bis ins 24. Jahrhundert, den abschließenden Roman „Childe“ hatte er bei seinem Tod 2001 nicht vollendet. In der Handlung liegt „Tactics of Mistake“ (1971) rund ein Jahrhundert vor „Dorsai!“, „Soldier, Ask Not“ (1967) spielt etwa zur selben Zeit wie „Dorsai!“. Auf Deutsch erschien „Dorsai!“ 1970 gekürzt als „Söldner der Galaxis“ bei Moewig; dort kamen die Romane ab 1982 neu übersetzt heraus. „Dorsai!“ war 1960 für den Hugo Award als bester Roman nominiert und unterlag Heinleins „Starship Troopers“; die Novelle „Soldier, Ask Not“, etwa ein Drittel des späteren Romans, gewann 1965 den Hugo Award. Dave Langford schrieb 1985 in White Dwarf zu „The Final Encyclopedia“, die Reihe sei von kraftvollem Pulp-Abenteuer zu bemühter Gediegenheit aufgestiegen und leider weniger interessant geworden; Susan Shwartz lobte in Analog das reich strukturierte Buch voller außergewöhnlicher Figuren, fand aber Teile belehrend über Ontogenetik, Lyrik und mittelalterliche Geschichte.

Bände
4

Bücher