Erdsee
Erdsee, die Welt der High-Fantasy-Reihe von Ursula K. Le Guin, ist ein Archipel aus Hunderten Inseln in einem weithin unkartierten Ozean. Magie gehört in den meisten Gegenden zum Leben; die Begabtesten lernen an der Schule auf der Insel Rokh, und wer den wahren Namen eines Dinges kennt, kann es beeinflussen. Im ersten Roman, „A Wizard of Earthsea“ (1968), wächst Sperber, Sohn eines Bronzeschmieds, auf der Insel Gont auf; der Magier Ogion gibt ihm seinen wahren Namen, Ged, und nimmt ihn als Lehrling an, bevor der Junge nach Rokh geht. Le Guin dachte „A Wizard of Earthsea“ zunächst als Einzelroman, schrieb nach Überlegungen zu offenen Fäden aber „The Tombs of Atuan“ als Fortsetzung, dann „The Farthest Shore“; alle drei entstanden kurz hintereinander zwischen 1968 und 1972. Fast zwanzig Jahre später folgte „Tehanu“ (1990), 2001 „The Other Wind“. Auf Deutsch brachte Heyne die ersten drei Romane 1979 heraus, „Tehanu“ 1992 in der Übersetzung von Hilde Linnert und „Rückkehr nach Erdsee“ 2003. 2018 erschien bei Fischer Tor „Erdsee: Die illustrierte Gesamtausgabe“ in neuer Übersetzung von Karen Nölle, Sara Riffel und Hans-Ulrich Möhring. „A Wizard of Earthsea“ gewann 1969 den Boston Globe-Horn Book Award, „The Farthest Shore“ 1973 den National Book Award für Kinderbücher, „Tehanu“ den Nebula Award 1990, „The Other Wind“ 2002 den World Fantasy Award. Brian Attebery nannte die Trilogie 1980 die anspruchsvollste und reichste amerikanische Fantasy bis dahin, Margaret Atwood „A Wizard of Earthsea“ eine der Quellen der Fantasy-Literatur.
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