Eschaton

Charles Stross’ Eschaton-Romane spielen in einer Zukunft nach der technologischen Singularität: Eines Tages verschwanden 90 Prozent der Menschen. Urheber ist offenbar das Eschaton, eine fast gottgleiche Intelligenz, die sie durch Wurmlöcher auf andere Planeten verteilt hat und verbietet, in seinem historischen Lichtkegel die Kausalität zu verletzen. „Singularity Sky“ spielt in der Neuen Republik, einem repressiven Staat, der die Technik weitgehend auf dem Stand Europas am Ende des 19. Jahrhunderts hält. Bei ihrer Kolonie Rochard’s World trifft das Festival ein, eine Zivilisation hochgeladener Bewusstseine, wirft Mobiltelefone ab und verspricht jedem, der es unterhält, was er sich wünscht; die Neue Republik rüstet eine Flotte zum Gegenschlag. Stross schrieb den Roman als Satire auf Schwächen der militärischen Space Opera; Vorbild der Flottenfahrt war die Reise der russischen Baltischen Flotte im Russisch-Japanischen Krieg 1905. Ace brachte „Singularity Sky“ im Juli 2003 heraus, später auch die Fortsetzung „Iron Sunrise“. Heyne veröffentlichte sie 2005 in der Übersetzung von Usch Kiausch als „Singularität“ und „Supernova“. 2010 erklärte Stross, er werde keine weiteren Romane der Reihe schreiben. „Singularity Sky“ und „Iron Sunrise“ waren für den Hugo Award nominiert, der zweite auch für den Locus Award. Publishers Weekly fand, Stross habe als Neuling im Roman Probleme mit dem Tempo, das Buch erzeuge aber dennoch viel Spannung. Wolfgang Neuhaus sah in „Singularität“ eine Parodie auf die Military-SF, die die Space Opera mit neuen wissenschaftlichen Konzepten voranbringe.

Bände
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