Hainish-Zyklus
Ursula K. Le Guins Hainish-Zyklus spielt in einer Zukunft, in der die Menschen nicht auf der Erde entstanden sind: Vor langer Zeit besiedelte das Volk von Hain viele Welten, darunter Terra, dann ruhte der Verkehr zwischen den Sternen lange. Nun nehmen die Welten wieder Verbindung auf und bilden die Liga der Welten, später die Ekumen. Im ersten Roman, „Rocannon's World“ (1966), soll der Ethnologe Rocannon die intelligenten Arten von Fomalhaut II weiter erforschen; bald zerstören Angreifer sein Schiff samt den Kollegen, und er sucht ihre Basis, um die Liga zu warnen. Le Guin lehnte die Bezeichnung ab: Die Bücher seien weder Zyklus noch Saga und keine zusammenhängende Geschichte. Sie riet, „Rocannon's World“, „Planet of Exile“ und „City of Illusions“ zuerst zu lesen, weil sie zuerst geschrieben wurden, danach etwa „The Left Hand of Darkness“ und „The Dispossessed“ in beliebiger Folge; der letzte Roman, „The Telling“, erschien 2000. Heyne brachte „The Left Hand of Darkness“ 1974 als „Winterplanet“ heraus, „The Dispossessed“ 1976 als „Planet der Habenichtse“; bei Fischer Tor erschienen sie in Karen Nölles Übersetzung als „Die linke Hand der Dunkelheit“ (2023) und „Freie Geister“ (2017). „The Left Hand of Darkness“ und „The Dispossessed“ gewannen den Hugo und den Nebula Award, „The Dispossessed“ dazu den Locus Award. Robert Silverberg nannte „Rocannon's World“ überlegene Space Opera, einfallsreich und gut geschrieben. Darin führte Le Guin das Ansible ein, ein Gerät für verzögerungsfreie Nachrichten über weite Entfernungen; Orson Scott Card und andere übernahmen den Begriff.
- Bände
- 6