Hubertus Bigend

Mit der Reihe um Hubertus Bigend, den Gründer der Werbeagentur Blue Ant, wandte sich William Gibson der Gegenwart zu: Die drei Romane spielen jeweils etwa im Jahr vor ihrem Erscheinen. Im ersten, „Pattern Recognition“ (2003), deutsch „Mustererkennung“ (2004), reagiert die Marketingberaterin Cayce Pollard auf Logos wie auf ein Allergen; im August 2002 prüft sie in London für Blue Ant ein geplantes Firmenlogo. Dann bietet Bigend ihr einen Auftrag an: Sie soll herausfinden, wer anonyme Filmausschnitte im Internet verbreitet, über die sie selbst in einem Forum rätselt. Gibson plante „Pattern Recognition“ als Einzelroman und schrieb nach den Anschlägen vom 11. September 2001 Teile des Manuskripts um. Erst beim Schreiben von „Spook Country“ (2007) kehrte Bigend zurück; „Zero History“ (2010) schloss die Folge ab, die nicht von vornherein als Trilogie geplant war. Auf Deutsch kam „Quellcode“ (2008) wie „Mustererkennung“ bei Klett-Cotta heraus, „System Neustart“ (2011) in der Übersetzung von Hannes Riffel bei Tropen. Mit den drei Romanen kam Gibson erstmals auf die großen Bestsellerlisten; „Pattern Recognition“ stand 2004 auf der Shortlist des Arthur C. Clarke Award, „Zero History“ 2011 auf der des John W. Campbell Memorial Award. Lisa Zeidner nannte „Pattern Recognition“ in der New York Times Book Review strukturell vielleicht seinen sichersten Roman, Bill Sheahan verglich „Spook Country“ in der Washington Post mit dem besten Werk von Don DeLillo. 2007 glaubte Gibson nicht mehr, dass Peter Weir die 2004 begonnene Verfilmung des ersten Romans weiterführe.

Bände
3

Bücher