Hüter der Erinnerung
The Giver Quartet ist eine Reihe von vier dystopischen Jugendromanen der US-amerikanischen Autorin Lois Lowry, die in einer unbestimmten Zukunft spielen, jeder mit einer anderen Hauptfigur. Im ersten Roman, „The Giver“ (1993), deutsch „Hüter der Erinnerung“ (1994), lebt der zwölfjährige Jonas in einer scheinbar vollkommenen Gemeinschaft, die Schmerz und Streit abgeschafft hat, mit ihnen aber auch Farben, Wetter und tiefe Gefühle. Bei der jährlichen Zeremonie, in der die Ältesten den Kindern ihre Berufe zuweisen, wird er zum nächsten Hüter der Erinnerung bestimmt: Ein alter Mann, der Geber, überträgt ihm nach und nach die Erinnerungen an die Zeit davor. Lowry schrieb drei weitere Romane in derselben Zukunft: „Gathering Blue“ (2000), „Messenger“ (2004) und „Son“ (2012). Auf Deutsch erschien „Hüter der Erinnerung“ 1994 bei Loewe in der Übersetzung von Anne Braun, ab 1998 bei dtv; Carlsen veröffentlichte 2001 „Auf der Suche nach dem Blau“ und 2006 „Die Gabe des Boten“. „The Giver“ gewann 1994 die Newbery Medal, eine Umfrage des School Library Journal setzte ihn 2012 auf Platz vier der besten Kinderromane aller Zeiten. Natalie Babbitt nannte ihn in der Washington Post eine Warnung in erzählender Form; Karen Ray bemerkte in der New York Times gelegentliche logische Lücken, fand aber, das Buch werde ältere Kinder am Lesen halten. Susan Kander machte den Roman zu einer Oper, die 2012 in Kansas City und Minneapolis aufgeführt wurde; 2014 kam die Verfilmung mit Jeff Bridges als Geber und Brenton Thwaites als Jonas heraus.
- Bände
- 4
Bücher
Verfilmungen und Serien
- Hüter der Erinnerung – The Giver (Film, 2014) · Originaltitel: The Giver · Vorlage: Band 1, Hüter der Erinnerung