Illuminatus! Trilogie
Robert Shea und Robert Anton Wilson erzählen in „Illuminatus!“ eine satirische, von der Science-Fiction beeinflusste Abenteuergeschichte: eine Reise durch historische und erfundene Verschwörungstheorien rund um ihre Fassung der Illuminaten, des 1785 verbotenen bayerischen Geheimbunds. Die Erzählung springt durch die Zeiten, manchmal mitten im Satz. Sie beginnt in New York: Zwei Polizisten sollen einen Bombenanschlag auf die linke Zeitschrift „Confrontation“ aufklären und ihren verschwundenen Herausgeber finden; sie stoßen auf deren Recherchen zu den Morden an John F. und Robert F. Kennedy und Martin Luther King und auf Memos, die auf mächtige Geheimgesellschaften deuten. Shea und Wilson schrieben den Roman 1969 bis 1971 als Redakteure des Playboy, die Leserbriefe bearbeiteten, viele davon über eingebildete Verschwörungen; ihre Prämisse war, dass all diese Spinner recht hätten. Nach Wilson teilte Dell den als Einheit gedachten Text in drei Bände und verlangte, 500 Seiten zu kürzen; ab September 1975 erschienen „The Eye in the Pyramid“, „The Golden Apple“ und „Leviathan“, 1984 erstmals in einem Band. Auf Deutsch kamen sie 1977 und 1978 im Sphinx-Verlag heraus, übersetzt von Udo Breger, als „Das Auge in der Pyramide“, „Der goldene Apfel“ und „Leviathan“. The Village Voice nannte die Trilogie das ultimative Verschwörungsbuch und den größten Science-Fiction-Kultroman seit „Dune“. 1986 gewann sie den Prometheus Hall of Fame Award. Ken Campbell brachte sie 1976 in Liverpool auf die Bühne, 1977 als Zyklus von fünf Stücken am National Theatre in London.
- Bände
- 3