Jean le Flambeur
Die Trilogie des Finnen Hannu Rajaniemi um den Gentleman-Dieb Jean le Flambeur, angelegt nach Maurice Leblancs Arsène Lupin, spielt Jahrhunderte nach einer technologischen Singularität, die die Erde weitgehend zerstört hat; das innere Sonnensystem beherrscht die Sobornost, ein Bund von Kopien emulierter Gehirne. Zu Beginn von „The Quantum Thief“ (2010), deutsch „Quantum“ (2011), sitzt le Flambeur in zahllosen Kopien in einem virtuellen Gefängnis der Sobornost im Orbit um Neptun. Mieli, eine Kriegerin aus der Oortschen Wolke, holt ihn im Auftrag einer konkurrierenden Sobornost-Macht heraus und bringt ihn in die Marsstadt Oubliette, wo Zeit als Währung dient und er seine Erinnerungen hinterlegt hat. Gollancz, mit dem Rajaniemis Agent John Jarrold 2008 auf Grundlage des ersten Kapitels drei Bücher vereinbart hatte, brachte „The Quantum Thief“ 2010 heraus, Tor 2011 in den USA; bei beiden folgten „The Fractal Prince“ 2012 und „The Causal Angel“ 2014. Auf Deutsch erschienen bei Piper „Quantum“ und 2013 „Fraktal“, beide übersetzt von Irene Holicki. „The Quantum Thief“ war 2011 für den Locus Award als bestes Debüt nominiert, kam beim John W. Campbell Memorial Award auf den dritten Platz und gewann in finnischer Ausgabe 2012 den Tähtivaeltaja-Preis; „The Fractal Prince“ war 2013 für den Campbell Memorial Award nominiert. Eric Brown nannte den ersten Roman im Guardian ein brillantes Debüt, das dem trägen Leser weder Infodumps noch bequeme Erklärungen biete. Amy Goldschlager wünschte sich in der Los Angeles Review of Books zu „The Fractal Prince“ mehr Erklärung der Physik.
- Bände
- 3