Kultur-Zyklus
Der Kultur-Zyklus ist eine Science-Fiction-Reihe des schottischen Autors Iain Banks über die Kultur, eine utopische Gesellschaft ohne Knappheit, deren menschenähnliche Bewohner und künstliche Intelligenzen in Raumschiffen und Habitaten leben; den Großteil der Verwaltung übernehmen die Gehirne, hochentwickelte Maschinenintelligenzen. Jeder Roman erzählt eine eigene Geschichte mit neuen Figuren, oft am Rand der Kultur, die sich in weniger entwickelte Zivilisationen einmischt. Im ersten Roman, „Consider Phlebas“ (1987), deutsch „Bedenke Phlebas“ (1989), führt die Kultur Krieg gegen die Idiraner, und der Gestaltwandler Bora Horza Gobuchul soll für die Idiraner ein Gehirn der Kultur bergen, das auf einem für beide Seiten gesperrten Planeten Zuflucht gesucht hat. Banks entwarf die Kultur nach eigener Aussage in den 1960er Jahren, als Mischung aus Wunscherfüllung und Reaktion auf die überwiegend rechtsgerichtete Science-Fiction der USA. Die Romane erschienen 1987 bis 2012, dazu der Erzählband „The State of the Art“. Heyne brachte sie 1989 bis 2014 auf Deutsch heraus, die ersten unter dem Reihentitel „Der Kultur-Zyklus“, übersetzt von Rosemarie Hundertmarck, Irene Bonhorst und Andreas Brandhorst. „Inversions“ gewann 2004 den Italia Science Fiction Award als bester internationaler Roman. Zum Gedenken an Banks benannte SpaceX zwei Landeplattformen nach Schiffen aus „The Player of Games“. Eine Fernsehserie nach „Consider Phlebas“, 2018 von Amazon angekündigt, wurde 2020 eingestellt; 2025 meldete Deadline, Amazon MGM Studios entwickle erneut eine Serie, die Charles Yu schreiben soll.
- Bände
- 9