Majipoor

Robert Silverbergs Majipoor-Zyklus aus Romanen und Erzählungen spielt auf dem gleichnamigen Planeten und mischt Science-Fiction und Fantasy. Majipoor ist viel größer als die Erde und von Menschen und anderen Völkern besiedelt; den Ureinwohnern, den gestaltwandelnden Metamorphen, misstrauen die übrigen. Vier Mächte regieren gemeinsam: der Coronal, der Pontifex als sein Vorgänger, die Mutter des Coronal, die gute Träume sendet, und der König der Träume, der Albträume schickt. Im ersten Roman, „Lord Valentine's Castle“ (1980), deutsch „Krieg der Träume“ (1980), findet sich ein Mann ohne Erinnerung namens Valentine in der Stadt Pidruid wieder und schließt sich einer Jongleurtruppe an. Mit diesem Roman kehrte Silverberg zum Schreiben zurück, dessen Ende er 1975 verkündet hatte. Später erschienen unter anderem „Valentine Pontifex“ aus dem Lord-Valentine-Zyklus und 1995 „The Mountains of Majipoor“. Moewig brachte „Krieg der Träume“ in der Übersetzung von Thomas Schlück heraus, Bastei Lübbe 1995 „Valentine Pontifex“ in der von Joachim Körber; 2015 legte Mantikore den ersten Roman als „Valentines Fluch“ in neuer Übersetzung von Alexander Kühnert vor. „Lord Valentine's Castle“ gewann 1981 den Locus Award als bester Fantasy-Roman und war für den Hugo Award nominiert. Greg Costikyan schrieb in Ares Magazine, Silverberg verliere trotz des träumerischen Tempos nie seine Leser, der Roman sei ein Pageturner. Kirkus Reviews fand Majipoor dagegen als Science-Fiction-Konstrukt unverzeihlich dürftig, Douglas Cohen las den Roman auf Tor.com als gelungene Verschmelzung beider Genres.

Bände
3

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