Neuromancer

Die Neuromancer- oder Sprawl-Trilogie ist die erste Romanreihe von William Gibson und spielt in einer nahen Zukunft der Konzerne und allgegenwärtigen Rechner, in der Menschen ihr Gehirn direkt an einen Datenraum koppeln, den Gibson Cyberspace nennt. Im ersten Roman, „Neuromancer“ (1984), deutsch „Neuromancer“ (1987), lebt der Hacker Case in Chiba City als Kleinkrimineller, seit ihm ein bestohlener Auftraggeber mit einem Nervenschaden den Zugang zum Cyberspace genommen hat. Die Söldnerin Molly wirbt ihn für Armitage an, der ihn heilen lässt und mit einem Gift im Blut an den Auftrag bindet. „Neuromancer“, Gibsons Debüt, entstand im Auftrag des Herausgebers Terry Carr; erst sein Erfolg machte den Roman zum Auftakt einer Reihe. Es folgten „Count Zero“ (1986), deutsch „Biochips“ (1988), und „Mona Lisa Overdrive“ (1988), jeder Band eine abgeschlossene Geschichte mit wiederkehrenden Figuren. Heyne veröffentlichte die drei von 1987 bis 1989, übersetzt von Reinhard Heinz; 2021 legte Tropen sie in der Übersetzung von Heinz und Peter Robert neu auf, den zweiten unter dem Originaltitel. „Neuromancer“ gewann als erster Roman zugleich den Hugo, den Nebula und den Philip K. Dick Award, die Folgebände waren für Hugo, Nebula und Locus Award nominiert. Steven Poole nannte die Romane 1996 im Guardian eine fruchtbare heilige Dreifaltigkeit von Ideen; Michael Nagula fand „Neuromancer“ als Roman im herkömmlichen Sinne enttäuschend, als Phänomen aber faszinierend und, wie er fürchtete, wegweisend. 2024 bestellte Apple eine zehnteilige Serie für Apple TV+, angekündigt für Januar 2027.

Bände
3

Bücher