Null-A

Die Null-A-Romane des kanadisch-amerikanischen Autors A. E. van Vogt greifen Begriffe der Allgemeinen Semantik Alfred Korzybskis auf; „Null-A“ steht für nicht-aristotelische Logik. Der erste, „The World of Null-A“, spielt in einer scheinbaren Utopie, in der Menschen mit überlegenem Verständnis und geistiger Kontrolle die übrigen regieren; wer dazugehört, ermittelt eine riesige Maschine. Gilbert Gosseyn will sich von ihr prüfen lassen und erfährt, dass seine Erinnerungen falsch sind; er sucht nach seiner wahren Identität. Der Roman lief 1945 als „The World of Ā“ in drei Teilen in Astounding Science Fiction; für das Buch von 1948 kürzte und überarbeitete van Vogt ihn. Die Fortsetzung „The Players of Null-A“, dort 1948 und 1949 abgedruckt, erschien als Buch zuerst als „The Pawns of Null-A“; „Null-A Three“ folgte in den 1980er Jahren. Auf Deutsch kamen die ersten beiden 1958 bei Balowa als „Welt der Null-A“ und „Kosmischer Schachzug“ heraus, 1968 bei Heyne übersetzt von Walter Brumm; 1986 gab Rainer Eisfeld alle drei ungekürzt bei Heyne als „Null-A. Ein Zyklus in 3 Romanen“ heraus. Bei der Retro-Hugo-Wahl für 1945 kam „The World of Null-A“ 1996 unter den Romanen auf den zweiten Platz. Damon Knight nannte ihn 1945 in einem ausführlichen Essay eine der schlechtesten angeblich erwachsenen Science-Fiction-Geschichten; van Vogt nahm die Kritik ernst und überarbeitete den Roman 1970, 1974 rückte Knight von seinem Urteil ab. David Langford schrieb in White Dwarf, „Null-A Three“ lasse sich nur als Parodie lesen oder aus Nostalgie für das Goldene Zeitalter.

Bände
3

Bücher