Orbit-Hospital
Orbit-Hospital, im Original Sector General, ist ein Zyklus von Romanen und Erzählsammlungen des nordirischen Autors James White um ein riesiges Weltraumkrankenhaus am Rand des galaktischen Sektors zwölf. Auf 384 Ebenen lassen sich dort die Lebensbedingungen vieler Spezies herstellen, von Schwerelosigkeit bis zur zehnfachen Erdschwere, mit Chlor- und Methanatmosphären; Ärzte überspielen sich das Wissen über ihre fremden Patienten von Psycho-Bändern ins Gehirn, samt der Persönlichkeit des Spenders. Der erste Band, die Erzählsammlung „Hospital Station“ (1962), führt Peter Conway als Assistenzarzt ein. Die Reihe begann 1957 mit Erzählungen in der Zeitschrift New Worlds, deren Herausgeber Ted Carnell weitere Geschichten über das Hospital anregte, und endete 1999 mit „Double Contact“. White wählte das Krankenhaus, um Spannung ohne Gewalt zu erzeugen, und wollte die Reihe zunächst mit „Star Healer“ (1985) abschließen, doch Ballantine Books überredete ihn weiterzuschreiben. Heyne brachte von 1993 bis 1999 die Bände von „Hospital-Station“ bis „Die letzte Diagnose“ in Übersetzungen von Kalla Wefel heraus, dabei „Der Wunderheiler“ (1995), die deutsche Fassung von „Star Healer“, erst nach „Notfall Code Blau“ (1994), dessen Original später erschienen war. Brian Stableford nannte Sector General die erste ausdrücklich pazifistische Space Opera, und Michael Ashley erinnerte der Schauplatz der Fernsehserie „Star Trek: Deep Space Nine“ an das Hospital. John Clute schrieb, in der Darstellung des Guten liege vielleicht das eigentliche Genie von James White.
- Bände
- 8