Perelandra
Die Perelandra-Trilogie, englisch Space Trilogy, besteht aus drei Romanen von C. S. Lewis, die weitgehend auf dem Mars, der Venus und der Erde spielen; Hauptfigur der ersten beiden und wichtige Figur im dritten ist der Philologe Elwin Ransom. Im ersten Roman, „Out of the Silent Planet“ (1938), deutsch „Jenseits des schweigenden Sterns“ (1957), wird Ransom auf einer Wanderung betäubt und von Devine und dem Wissenschaftler Weston in einem Raumschiff zum Mars verschleppt, wo sie ihn den Bewohnern als Opfer übergeben wollen; bald nach der Landung entkommt er ihnen. Lewis schrieb den Roman 1937, nachdem er mit J. R. R. Tolkien den Stand der zeitgenössischen Literatur beklagt hatte; Tolkien sollte eine Zeitreisegeschichte schreiben, die er nie vollendete. Den Anstoß gaben nach Lewis' Worten Olaf Stapledons „Last and First Men“ und ein Essay von J. B. S. Haldane, deren unmoralische Haltung er in der Figur Weston anprangern wollte. Die Romane erschienen 1938, 1943 und 1945 bei The Bodley Head. Auf Deutsch brachte Hegner 1954 und 1957 alle drei heraus, Brendow 1994 und 1995 als „Die Perelandra-Trilogie“. Dass Lewis mit „Out of the Silent Planet“ theologische Werte an die Stelle des Szientismus setzen wollte, bemerkten nur wenige der ersten Rezensenten; unter dem Deckmantel einer Romanze, schrieb er einem Briefpartner, lasse sich nun beliebig viel Theologie in die Köpfe schmuggeln. Das Wort hnau, mit dem die Romane vernunftbegabte Wesen bezeichnen, übernahm Tolkien in „The Notion Club Papers“. Donald Swanns Oper nach „Perelandra“ kam 1969 zuerst auf die Bühne.
- Bände
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