Semiosis
Sue Burkes Romanreihe beginnt mit Siedlern, die vor Krieg und ökologischen Katastrophen der 2060er Jahre von der Erde fliehen und auf einem fernen erdähnlichen Planeten neu anfangen wollen; sie nennen ihn Pax, lateinisch für Frieden. Die an Pflanzen und Tieren reiche Welt scheint wie geschaffen für eine Kolonie, doch bald merken die Siedler, dass manche Pflanzen empfindungsfähig sind und sie für eigene Zwecke lenken. Der erste Roman, „Semiosis“, folgt der Kolonie über mehrere Generationen; der Titel meint die Semiose, die Verständigung durch Zeichen. Mitte der 1990er Jahre schrieb Burke einen Essay über Pflanzen, die einander um Licht und Nährstoffe bekämpfen; angeregt hatte ihn eine ihrer Zimmerpflanzen, die eine andere getötet hatte. Ihre Erzählung „Adaptation“ von 1999 wurde zum ersten Kapitel des Romans. Fertig war er 2004, einen Vertrag mit Tor Books gab es erst 2016. Tor brachte „Semiosis“ im Februar 2018 heraus, im Oktober 2019 folgte „Interference“, das rund hundert Jahre nach dem ersten Roman spielt, als eine neue Expedition von der Erde eintrifft. 2024 erschien „Usurpation“. „Semiosis“ stand 2019 auf den Shortlists des Arthur C. Clarke Award und des John W. Campbell Memorial Award, als Debüt auch der Kitschies und des Locus Award; die Chicago Review of Books zählte ihn zu den zehn besten Science-Fiction-Büchern von 2018. Kirkus Reviews nannte ihn einen herausragenden Science-Fiction-Roman mit erstaunlicher Weltgestaltung, gebremst von seiner gehetzten Erzählstruktur. Liz Bourke lobte auf Tor.com eine ruhige, abgewogene Science-Fiction und ein sehr starkes Debüt.
- Bände
- 3