Terra Ignota
Terra Ignota ist eine Reihe philosophischer Science-Fiction-Romane von Ada Palmer. Sie spielt 2454, nach drei Jahrhunderten fast ungebrochenen Friedens und Wohlstands: An die Stelle der Nationalstaaten sind Hives getreten, Nationen ohne Territorium mit frei gewählter Zugehörigkeit, und in der Öffentlichkeit gilt jeder als geschlechtsneutral. Im ersten Roman, „Too Like the Lightning“ (2016), schreibt Mycroft Canner, ein berüchtigter Verbrecher auf Bewährung, im Auftrag anderer die Geschichte der Ereignisse nieder. Im Haus der Familie Saneer-Weeksbooth wurde ein gestohlenes Dokument untergeschoben, und Mycroft verbirgt das Kind Bridger, das Unwirkliches wirklich machen kann. Palmer arbeitete fünf Jahre an der Welt; den Titel des ersten Bandes fand sie in „Romeo und Julia“. Die Romane sind als Geschichtswerk und Memoiren angelegt, großteils im Stil der Aufklärung, und Mycroft spricht nach dem Vorbild Diderots oft einen Leser an. Bei Tor Books erschienen die vier Romane von 2016 bis 2021, zuletzt „Perhaps the Stars“. Panini brachte die ersten drei 2022 und 2023 auf Deutsch heraus, von „Dem Blitz zu nah“ bis „Der Wille zum Kampf“, übersetzt von Claudia Kern. „Too Like the Lightning“ gewann 2017 den Compton Crook Award für das beste Debüt und kam in die Endrunde des Hugo Award, „Seven Surrenders“ 2018 in die des Locus Award, die ganze Reihe 2022 in die des Hugo Award für die beste Serie. NPR verglich die Welt des ersten Bandes mit denen von Gene Wolfe und Neal Stephenson, Paul Kincaid zeigte sich in Strange Horizons vom Umgang des Romans mit dem Geschlecht enttäuscht.
- Bände
- 4