VALIS
Die VALIS-Trilogie besteht aus drei philosophischen Science-Fiction-Romanen von Philip K. Dick; VALIS steht für Vast Active Living Intelligence System, Dicks gnostische Vorstellung von Gott. Der erste Roman, „Valis“ (1981), deutsch „Valis“ (1986), spielt im Kalifornien der 1970er Jahre und trägt starke autobiografische Züge. Im März 1974 hat Horselover Fat, das zweite Ich des Erzählers Phil, Visionen eines rosa Lichtstrahls, die er als Offenbarung verborgener Tatsachen über die Wirklichkeit deutet, und eine Gruppe von Freunden forscht mit ihm der Sache nach. Den Romanen gingen Erlebnisse voraus, die Dick im Februar und März 1974 hatte und über deren Ursprung er bis zu seinem Tod in einem Tagebuch nachdachte, der Exegese. Eine erste Fassung, „VALISystem A“, schrieb er 1976, sie erschien nach seinem Tod als „Radio Free Albemuth“; „Valis“ vollendete er Ende 1978. 1981 folgte „The Divine Invasion“, 1982 „The Transmigration of Timothy Archer“, das VALIS nicht erwähnt; Dick selbst nannte die drei eine Trilogie um ein Grundthema. Auf Deutsch erschienen die beiden Folgebände 1984 bei Moewig, übersetzt von Thomas Ziegler; Heyne legte 2002 „Die Valis-Trilogie“ in einem Band vor. Thomas M. Disch fand am ersten Roman am kunstvollsten, wie sich die Grenze zwischen Dick und Fat verschiebt; als Ganzes gerate er stellenweise aus der Spur, die erste Hälfte aber halte wunderbar zusammen. Dave Langford sah in White Dwarf einen nüchternen Dick, der Fats seltsame Metaphysik sanft verspottet. 1987 wurde Tod Machovers elektronische Oper nach „Valis“ im Centre Georges Pompidou aufgeführt.
- Bände
- 3