Voyages extraordinaires

Voyages extraordinaires, außergewöhnliche Reisen, heißt der Zyklus der Abenteuerromane und Erzählungen, die Jules Verne bei Pierre-Jules Hetzel veröffentlichte. Nach Hetzel sollte der Zyklus das Wissen der modernen Wissenschaft umreißen und unterhaltsam die Geschichte des Universums erzählen. Im ersten Roman, „Cinq semaines en ballon“ (1863), will der Forscher Samuel Fergusson mit seinem Diener Joe und dem Jäger Dick Kennedy Afrika von Sansibar aus im Wasserstoffballon überqueren; dank einer eigenen Erfindung muss er zum Steigen und Sinken weder Gas ablassen noch Ballast abwerfen. Den Reihentitel trug zuerst „Les Aventures du capitaine Hatteras“. Die meisten Romane, nicht aber der erste, liefen vorab in Fortsetzungen, meist in Hetzels Magasin d'éducation et de récréation, danach als Buch und zuletzt als Prachtband für das Weihnachtsgeschäft. Zu Vernes Lebzeiten erschienen die Romane von 1863 bis 1905. Auf Deutsch kam der erste Roman 1875 als „Fünf Wochen im Ballon“ bei A. Hartleben heraus, übersetzt von Martha Lion, 1976 bei Diogenes in der Übersetzung von Felix Gasbarra. Bis 1905 erreichte die nicht illustrierte Ausgabe des ersten Romans 76.000 Exemplare, nach „Reise um die Erde in 80 Tagen“ Vernes zweiterfolgreichstes Buch. Nach Ralf Junkerjürgen brach John Hanning Speke 1862 parallel zur Romanhandlung zu den Nilquellen auf, sodass sich Fiktion und Wirklichkeit überlagerten. Verfilmt wurden die Bücher oft: 1902 drehte Georges Méliès „Le Voyage dans la Lune“, 1954 verfilmte Disney „20.000 Meilen unter dem Meer“, 1962 Irwin Allen den ersten Roman.

Bände
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Bücher