Daniel F. Galouye
In "Simulacron-3" (1964) arbeitet ein Informatiker an einem riesigen Simulationscomputer, der eine Stadt mit zehntausend programmierten Bewohnern nachbildet, und stößt darauf, dass auch seine eigene Welt eine Simulation ist. Mit dem Roman, in Großbritannien "Counterfeit World", auf Deutsch "Welt am Draht", behandelte Daniel F. Galouye als einer der ersten Autoren die Simulationshypothese. Galouye kam am 11. Februar 1920 in New Orleans zur Welt. Er studierte an der Louisiana State University und war im Zweiten Weltkrieg von 1942 bis 1946 Pilot der US Navy; er absolvierte die Pensacola Naval Air School, wurde Leutnant und war zeitweise an einer Fliegerschule der Navy auf Hawaii. Gleich nach dem Militärdienst fing er als Reporter bei der Tageszeitung The States-Item in New Orleans an. 1956 wechselte er in die Redaktion, später wurde er dort Associate Editor. 1967 ging er aus gesundheitlichen Gründen in den Ruhestand. Seine erste Erzählung, "Rebirth", erschien im März 1952 in Imagination; aus ihr wurde, stark erweitert und umgeschrieben, sein erster Roman "Dark Universe" (1961, deutsch "Dunkles Universum"), der für den Hugo Award nominiert wurde. Dazwischen lagen Erzählungen in Galaxy, The Magazine of Fantasy & Science Fiction und anderen Magazinen, manche unter dem Pseudonym Louis G. Daniels. Bis 1973 schrieb Galouye fünf Romane, von denen "Dark Universe" und "Simulacron-3" die erfolgreichsten waren. "Simulacron-3" wurde zweimal verfilmt: 1973 von Rainer Werner Fassbinder fürs Fernsehen als "Welt am Draht", 1999 von Josef Rusnak als "The 13th Floor", produziert von Ute und Roland Emmerich. Richard Dawkins brachte "Counterfeit World" nach eigenen Worten dazu, über simulierte Universen nachzudenken. Galouye starb am 7. September 1976 in New Orleans, mit 56 Jahren. 2007 erhielt er postum den Cordwainer Smith Rediscovery Award, den die Erben Paul Linebargers und die Convention Readercon an verstorbene Autoren vergeben, deren Werk wiederentdeckt werden sollte. Barry N. Malzberg und Gordon Van Gelder gaben die Wahl am 6. Juli 2007 für die Jury bekannt, zu der auch Martin H. Greenberg und Mike Resnick gehörten.
- Geboren
- 11. Februar 1920
- Gestorben
- 7. September 1976
- Nationalität
- Vereinigte Staaten