James Gunn (Hrsg.)
Sechs Bände auf Englisch, auf Deutsch die Reihennummern 90 bis 103, und angefangen wird beim Gilgamesch-Epos: James Gunns Anthologiereihe "The Road to Science Fiction" erschien zwischen 1977 und 1998 und erzählt die Geschichte des Genres an ihren Texten. Bei Heyne kam sie als "Wege zur Science Fiction" heraus, in der von Wolfgang Jeschke betreuten Bibliothek der Science Fiction Literatur; die deutschen Titel nennen jeweils die beiden Namen, zwischen denen ein Band spannt, etwa "Von Gilgamesch bis Hawthorne", "Von Poe bis Wells" oder "Von Ballard bis Stableford". Gemeint ist James E. Gunn, geboren am 12. Juli 1923 in Kansas City, Missouri, nicht der gleichnamige Filmregisseur. Drei Jahre diente er im Zweiten Weltkrieg bei der Marine, ohne in einen Kampf zu geraten; er bekam eine Ausbildung in japanischer Sprache und eine Flugausbildung und war auf der Insel Truk stationiert. 1947 machte er an der University of Kansas seinen Bachelor in Journalistik, 1951 an der Northwestern University seinen Master in Englisch. An die University of Kansas kehrte er zurück und blieb: als Professor für Englisch und als Gründungsdirektor des Center for the Study of Science Fiction, das den John W. Campbell Memorial Award und den Theodore Sturgeon Memorial Award vergab. Zwischen 1971 und 1972 war er Präsident der Science Fiction Writers of America, zwischen 1980 und 1982 Präsident der Science Fiction Research Association. Geschrieben hat er auch selbst. "The Immortals" von 1962 wurde 1970 als Fernsehserie verfilmt, "The Listeners" von 1972 kam beim Campbell Memorial Award auf den zweiten Platz. Den Hugo Award bekam er 1983 allerdings für eine Arbeit über einen anderen: "Isaac Asimov: The Foundations of Science Fiction". 2007 ernannten ihn die Science Fiction Writers of America zum Grand Master, 2015 wurde er in die Science Fiction and Fantasy Hall of Fame aufgenommen. Am 23. Dezember 2020 starb Gunn mit 97 Jahren in Lawrence, Kansas, dem Sitz der Universität, an der er gelehrt hatte.