Michael Swanwick

Hundertachtzehn Geschichten schrieb Michael Swanwick für "The Periodic Table of Science Fiction", jede zu einem anderen chemischen Element. Es war eine von mehreren Reihen sehr kurzer Erzählungen aus den 2000er Jahren. Die erste, "Puck Aleshire's Abecedary", hatte sechsundzwanzig Geschichten, eine für jeden Buchstaben, in einer späteren, "The Sleep of Reason", beruht jede auf einem der Caprichos von Goya. Geboren wurde er am 18. November 1950 in Philadelphia. Seine ersten Erzählungen erschienen 1980, "Ginungagap" in TriQuarterly und "The Feast of St. Janis" in New Dimensions 11, und beide waren 1981 für den Nebula Award nominiert. Sein erster Roman, "In the Drift" (1985), spielt nach einem Reaktorunfall, der schlimmer ausging als der von Three Mile Island, "Vacuum Flowers" (1987) in einem Sonnensystem, in dem die Menschen der Erde in einem kybernetischen Kollektivbewusstsein aufgegangen sind. In den 1990er Jahren wandte er sich dem Grenzgebiet zwischen Science-Fiction, Fantasy und magischem Realismus zu. "Stations of the Tide" (1991), deutsch "In Zeiten der Flut", handelt von einem Bürokraten, der einen Zauberer auf einer Welt jagt, der die große Flut bevorsteht, und gewann den Nebula Award als bester Roman. In "The Iron Dragon's Daughter" (1993) tragen Elfen Anzüge von Armani und Drachen dienen als Kampfjets, in "Jack Faust" (1997) gewinnt Faust statt Zauberkraft modernes Wissen und setzt die industrielle Revolution Jahrhunderte zu früh in Gang. Für kürzere Texte erhielt er den Theodore Sturgeon Memorial Award, den World Fantasy Award und von 1999 bis 2004 fünf Hugo Awards, darunter für "The Very Pulse of the Machine" und "The Dog Said Bow-Wow"; zwischen 1999 und 2003 kamen neun seiner Kurzgeschichten in die Endrunde des Hugo. Er schreibt auch über sein Fach: Der Essay "The User's Guide to the Postmoderns" (1986) war umstritten, weil er neue Autoren in die Lager "Cyberpunk" und "literarische Humanisten" einteilte. Dazu kommen ein buchlanges Interview mit Gardner Dozois, eine Monografie über James Branch Cabell und eine kurze literarische Biografie von Hope Mirrlees. Mit Dozois, mit dem er lange befreundet war, schrieb er mehrere Erzählungen, mit William Gibson "Dogfight", und nach Dozois' Tod stellte er dessen unvollendeten Roman "City Under the Stars" fertig. Seine Geschichten "Ice Age" und "The Very Pulse of the Machine" wurden für die erste und dritte Staffel der Netflix-Serie "Love, Death + Robots" umgesetzt. 2019 erschien "The Iron Dragon's Mother", der dritte Band der Reihe, die mit "The Iron Dragon's Daughter" begann.

Geboren
18. November 1950
Nationalität
Vereinigte Staaten

Bücher