Orson Scott Card

Ender's Game brachte Orson Scott Card den Nebula und den Hugo Award, der Nachfolger Speaker for the Dead im Jahr darauf ebenfalls beide. Die zwei großen Preise der Science-Fiction in aufeinanderfolgenden Jahren zu gewinnen, ist bis heute keinem zweiten Autor gelungen. Die Wurzel des Buches liegt in seiner Kindheit. Mit zehn schrieb Card eine Geschichte über ein begabtes Kind, das von Mitschülern angegriffen wird und einen Hirnschaden davonträgt; Enders Auseinandersetzung mit Stilson geht darauf zurück. Zur Welt kam er am 24. August 1951 in Richland, Washington, als drittes von sechs Kindern einer Familie, die sich auf die mormonischen Siedler des 19. Jahrhunderts zurückführt; unter seinen Vorfahren ist Brigham Young. Die Familie zog dem Studium und den Stellen des Vaters nach, bis sie 1967 in Orem landete, wo er an der Brigham Young University arbeitete. Deren Laborschule durchlief Card in einem einzigen Jahr. An der Brigham Young University wollte er Archäologie studieren und blieb beim Theater hängen. Er schrieb zehn eigene Stücke und arbeitete die anderer um; mehrere wurden von Dozenten inszeniert, und die meisten hatten mormonische Geschichte oder Schriften zum Gegenstand, wozu sein Lehrer Charles W. Whitman ausdrücklich ermunterte. Am Publikum lernte Card, an der Körperhaltung im Saal abzulesen, wann ein Text es hielt. 1971 ging er als Missionar der Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage nach Brasilien und schrieb dort das Stück Stone Tables. 1975 schloss er sein Theaterstudium ab und gründete die Utah Valley Repertory Theatre Company, die zwei Sommer lang in einem Freilufttheater aus der Zeit der Weltwirtschaftskrise spielte. Das Unternehmen brachte ihm Schulden ein, und er verdiente bei BYU Press als Korrektor dazu. 1978 und 1979 erschienen siebenundzwanzig Kurzgeschichten von ihm, und 1978 bekam er den John W. Campbell Award für den besten Neuautor. 1981 schloss er einen Master in Englisch an der University of Utah ab und brach ein Promotionsstudium ab, als das Schreiben mehr einbrachte. Inzwischen hat er über fünfzig Romane veröffentlicht, darunter die Reihe um Alvin Maker, für die er den Locus Award bekam; für Hatrack River erhielt er 1987 den World Fantasy Award, 2008 für sein Werk für Jugendliche den Margaret A. Edwards Award der American Library Association. 2013 kam Ender's Game ins Kino. Card unterrichtet Englisch an der Southern Virginia University, hat zwei Bücher über das Schreiben verfasst und gibt Schreibkurse; seit 2008 schreibt er wöchentlich eine Kolumne für die Deseret News.

Geboren
24. August 1951
Nationalität
Vereinigte Staaten

Bücher