Glory Season

Der Planet Stratos wurde vor Jahrtausenden von der Wissenschaftlerin Lysos gegründet, die die Menschheit hier genetisch neu geordnet hat: Frauen bringen im Winter Klone zur Welt, im Sommer dagegen genetisch gemischte Sommerkinder, die Vars. Männer sind selten und gesellschaftlich kaum anerkannt. Die Zwillingsschwestern Maia und Leie, beide Vars, verlassen als junge Frauen ihre Clan-Heimat, um einen eigenen Platz in dieser Welt zu finden. Auf ihrem Weg trennen sich die Schwestern. Maia findet auf einem Schiff eine Verbündete in der erfahrenen Bootsfrau Naroin, während sich ihr die Frage stellt, welchen Wert eine Var in einer Gesellschaft hat, die Klone bevorzugt. Mit Renna, einem männlichen Fremden von außerhalb Stratos', trifft sie auf jemanden, dessen Ideen die überkommene Ordnung infrage stellen und der die Spannungen zwischen den bestehenden Machtgruppen und revolutionären Kräften weiter zuspitzt. Brin fragt, was von Geschlechterrollen übrig bleibt, wenn eine Gesellschaft sie mit genetischer Kontrolle vollständig neu ordnet und dem Klonen gegenüber genetischer Vielfalt den Vorzug gibt. Die Erfahrungen von Maia als Var werfen dabei ein Licht darauf, wie Macht, Klasse und Identität in einer solchen Ordnung verteilt sind und wessen Interessen sie tatsächlich dient. Empfehlung: Für den Hugo und den Locus Award 1994 nominiert, gilt der Roman als eines der wichtigeren Werke der Science-Fiction zu Geschlechterverhältnissen. Wer Gesellschaftsentwürfe von Ursula K. Le Guin oder Nancy Kress schätzt, findet in Stratos eine ebenso konsequent durchdachte Alternativwelt.

Erschienen
1993
Seiten
564
ISBN
0553076450
Sprache
en

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