Heiliger Zorn

Takeshi Kovacs kehrt in diesem dritten Band der gleichnamigen Trilogie auf seinen Heimatplaneten Harlans World zurück - eine zu neunzig Prozent von Wasser bedeckte Welt, über der gefährliche Artefakte der "Marsianer" kreisen. Diese Orbitalplattformen vernichten alles, was sich über 400 Meter Höhe erhebt und schaffen so eine Welt der Wasserflächen, Inseln und Unterwasserstädte. Kovacs verfolgt zunächst eine persönliche Vendetta gegen religiöse Fanatiker, gerät dabei aber in die Gruppe der Söldnerin Sylvie. Diese führt einen Trupp von DeCom-Spezialisten an, die Jagd auf intelligente Militärmaschinen machen - Überreste eines drei Jahrhunderte zurückliegenden Krieges. Als Sylvie durch einen Unfall eine Persönlichkeitsspaltung erleidet und plötzlich die Erinnerungen der längst tot geglaubten Revolutionsführerin Quellcrist Falconer in sich trägt, wird sie zur Zielscheibe verschiedener Machtgruppen. Die Geschichte konfrontiert Kovacs nicht nur mit seiner eigenen Vergangenheit - einschließlich einem jüngeren Backup seiner selbst -, sondern auch mit fundamentalen Fragen nach Identität und Persönlichkeit in einer Welt, in der das menschliche Bewusstsein digitalisiert und zwischen Körpern transferiert werden kann. Empfehlung: Dieser Roman richtet sich an Leser, die komplexe Cyberpunk-Erzählungen mit philosophischen Untertönen schätzen und keine Scheu vor detailliert geschilderter Gewalt haben. Ideal für Fans von anspruchsvoller Science Fiction, die sowohl actionreiche Sequenzen als auch tiefgreifende Charakterstudien in dystopischen Zukunftswelten mögen.

Erschienen
2005
Seiten
687
Sprache
de
Genres
Cyber Punk, Dystopie / Postapokalypse, Military Science Fiction, Transhumanistische SF / Posthuman-SF

Autoren

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