Ringwelt
Im Jahr 2850 wird der 200-jährige Louis Wu von dem außerirdischen Pierson's Puppeteer Nessus für eine geheime Mission angeworben. Gemeinsam mit dem Kzin Speaker-to-Animals und der jungen Teela Brown reist er zur Ringwelt, einer künstlichen Ringstruktur um einen sonnenähnlichen Stern, deren Band etwa eine Million Meilen breit ist und deren Durchmesser ungefähr dem der Erdbahn entspricht. Die Gruppe soll klären, ob die Ringwelt eine Bedrohung für die Puppeteers darstellt. Kurz nach der Ankunft deaktiviert ein automatisches Meteoroid-Abwehrsystem ihr Schiff, das auf der Ringstruktur abstürzt. Die vier müssen von dort einen Weg zurück finden und stoßen dabei auf die primitiven Einheimischen der Ringwelt. Niven ging nach eigener Aussage von einer Dyson-Sphäre aus, deren Rotationsschwerkraft nur am Äquator wirkt, und konstruierte deshalb allein diesen Äquatorstreifen als bewohnbares Band, eine technische Lösung für künstliche Schwerkraft ohne Antigravitation. Zur Erzählweise sagte er, die Geschichte habe sich beim Schreiben selbst entwickelt, er habe improvisiert und das Buch als Odyssee angelegt, die nicht alle aufgeworfenen Fragen löst. Empfehlung: Der Roman gilt als prägendes Beispiel für das Big Dumb Object, die unbegreiflich große künstliche Struktur im Zentrum der Handlung, und wird als Anregung für spätere Werke genannt, allen voran die Halo-Videospiele. Ausgezeichnet mit Hugo und Nebula Award, eignet er sich für Leser, die Weltraumabenteuer im großen Maßstab suchen. Es folgten drei weitere Bände, beginnend mit Ringwelt-Ingenieure.
- Erschienen
- 1970
- Seiten
- 445
- Sprache
- de