Virtuelles Licht

"Virtuelles Licht" entführt uns in das San Francisco einer nahen Zukunft, wo die Golden Gate Bridge zu einem improvisierten Slum aus Zelten und Baracken geworden ist. Die Geschichte folgt verschiedenen Charakteren, deren Wege sich um ein mysteriöses Datengerät kreuzen - eine Art futuristische Brille, die mehr zu verbergen scheint, als zunächst erkennbar ist. Gibson entwirft eine Welt, in der die Grenzen zwischen physischer und digitaler Realität verschwimmen. Konzerne beherrschen das gesellschaftliche Leben, während die Menschen in den Randbereichen der Technologie nach Sinn und Überleben suchen. Die Erzählung verbindet Elemente klassischer Detektivgeschichten mit den typischen Motiven des Cyberpunk-Genres. Der Roman zeigt eine Gesellschaft im Wandel, geprägt von technologischen Umbrüchen und sozialen Verwerfungen. Dabei gelingt es Gibson, komplexe Zukunftsvisionen mit menschlichen Schicksalen zu verknüpfen und eine authentische Atmosphäre zu schaffen, die sowohl faszinierend als auch beklemmend wirkt. Empfehlung: Das Buch eignet sich besonders für Leser, die sich für die Auswirkungen digitaler Technologien auf die Gesellschaft interessieren, sowie für Fans atmosphärischer Science Fiction mit starken Charakteren. Auch Einsteiger in das Cyberpunk-Genre finden hier einen zugänglichen, aber dennoch vielschichtigen Roman.

Erschienen
1993
Seiten
327
Sprache
de
Genres
Cyber Punk, Dystopie / Postapokalypse, Social Science Fiction

Autoren

Serien