Idoru-Trilogie / Bridge Trilogie

William Gibsons zweite Trilogie nach der Neuromancer-Trilogie spielt in naher Zukunft, in einem nach einem Erdbeben in die Staaten NoCal und SoCal geteilten Kalifornien und in einem mit Nanotechnologie wiederaufgebauten Tokio. Ihren englischen Namen hat sie von der San Francisco-Oakland Bay Bridge, die nach einem Erdbeben zu einer Barackensiedlung geworden ist. Im ersten Roman, „Virtual Light“ (1993), stiehlt die Fahrradkurierin Chevette Washington, die auf der Brücke lebt, auf einer Hotelparty einem Mann eine Brille, ohne zu ahnen, dass sie wertvolle verborgene Daten enthält; der frühere Polizist Berry Rydell wird in die Suche nach der Brille hineingezogen. Es folgten „Idoru“ (1996), vor allem in Tokio angesiedelt, und „All Tomorrow's Parties“ (1999). Die Romane teilen lose ein Personal; Gibson nannte die Folge später seine Sicht auf die 1990er-Jahre. Auf Deutsch kamen „Virtuelles Licht“ 1993 und „Idoru“ 1997 zuerst bei Rogner und Bernhard bei Zweitausendeins heraus, ab 1996 auch bei Heyne; dort erschienen 2002 alle drei in der Übersetzung von Peter Robert, „All Tomorrow's Parties“ als „Futurematic“. Der kanadische Dichter Douglas Barbour fand, die Trilogie habe den stilistischen Schwung von Gibsons früheren Werken, stelle aber härtere Fragen, gehe tiefer in die Figuren und nehme unsere starbesessene Gesellschaft schonungslos ins Verhör. „Virtual Light“ war 1994 Finalist für den Hugo Award und kam im Locus Poll auf Platz vier, „Idoru“ 1997 auf Platz sechs; „All Tomorrow's Parties“ war 2001 für den Seiun-Preis in der Kategorie ausländischer Roman nominiert.

Bände
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Bücher