Ender-Saga
Orson Scott Cards Ender-Saga spielt in einer Zukunft, in der die Menschheit zwei Invasionen insektenartiger Außerirdischer, der Krabbler, knapp abgewehrt hat. Für den erwarteten dritten Angriff bildet die Internationale Flotte begabte Kinder in einer Kampfschule im Orbit zu Kommandeuren aus. Im ersten Roman, „Ender's Game“ (1985), ist Andrew „Ender“ Wiggin ein „Dritt“, eine seltene Ausnahme von der Zwei-Kind-Regel. Nach einer Schlägerei bietet ihm Oberst Hyrum Graff einen Platz in der Kampfschule an, wo die Kinder in immer schwereren Kriegsspielen, auch schwerelos, Strategie und Führung lernen. Card schrieb „Ender's Game“ zuerst als Erzählung (Analog, August 1977); den Roman (Tor Books, Januar 1985) schrieb er nach eigener Aussage, um Ender für seine Rolle in „Speaker for the Dead“ (1986) einzuführen. Es folgten „Xenocide“ (1991) und „Children of the Mind“ (1996). „Ender in Exile“ (2008) spielt zwischen dem ersten und dem zweiten Roman, „The Last Shadow“ (2021) nach „Children of the Mind“. Auf Deutsch erschienen „Das große Spiel“, „Sprecher für die Toten“, „Xenozid“ und „Enders Kinder“ ab 1986 bei Bastei Lübbe, „Xenozid“ übersetzt von Uwe Anton, die übrigen von Karl-Ulrich Burgdorf. „Ender's Game“ und „Speaker for the Dead“ gewannen beide den Hugo und den Nebula Award, den Hugo 1986 und 1987. Gerald Jonas fand in der New York Times, Card entwickle den wenig versprechenden Stoff gut; Ender sei ein überzeugender kleiner Napoleon in kurzen Hosen. 2013 verfilmte Gavin Hood den Roman mit Asa Butterfield als Ender und Harrison Ford als Graff; Card war Koproduzent.
- Bände
- 6