Calculating God
Im Jahr 2000 arbeitet der Paläontologe Thomas Jericho, ein überzeugter Atheist, im Royal Ontario Museum in Toronto. Dort erscheint unangekündigt Hollus, ein spinnenartiges Wesen aus dem System Beta Hydri, das Zugang zur großen Fossiliensammlung des Museums sucht. Hollus will klären, ob Gott existiert, und sieht dafür in den irdischen Fossilien wichtige Belege. Thomas wird gegen seinen Willen in eine Debatte über die Existenz Gottes hineingezogen, während Hollus Beweise dafür sammelt, dass die großen Aussterbe-Ereignisse der Erdgeschichte nicht zufällig, sondern gezielt gesteuert wirken. Die Positionen der beiden, der säkulare Wissenschaftler und der nach einem Schöpfer suchende Außerirdische, treffen dabei immer wieder aufeinander, ohne dass eine Seite die andere einfach widerlegen kann. Sawyer geht der Frage nach, ob naturwissenschaftliches Denken und der Glaube an einen Schöpfer miteinander vereinbar sind. Die wiederkehrenden Aussterbe-Ereignisse und das Fermi-Paradoxon, also die Frage, warum die Galaxis nicht längst von außerirdischem Leben überzogen ist, werden zu Ausgangspunkten für ein Gespräch über Evolution, Zweckhaftigkeit und die Grenzen dessen, was Wissenschaft erklären kann. Empfehlung: Für den Hugo Award und den John W. Campbell Memorial Award 2001 nominiert, wird der Roman für seinen intellektuellen Anspruch geschätzt. Er passt zu Lesern, die sich für Kosmologie und Philosophie interessieren, etwa im Umfeld von Greg Egan oder Freeman Dyson.
- Erschienen
- 2000
- Seiten
- 334
- ISBN
- 0312867131
- Sprache
- en