Das Unsterblichkeitsprogramm
Takeshi Kovacs, ein verurteilter Verbrecher von einem fernen Kolonieplaneten, wird gegen seinen Willen aus der Einlagerung geholt und zur Erde transportiert. Sein Bewusstsein steckt dabei im Sleeve eines eingelagerten Polizisten namens Elias Ryker, eine Übertragung ohne sein Einverständnis. In dieser Welt lässt sich Bewusstsein auf einem Stack speichern und in beliebige Körper, Sleeves genannt, übertragen: Wer es sich leisten kann, wechselt den Körper wie andere die Kleidung und kehrt nach dem Tod in ein neues Leben zurück. Hinter Kovacs' Zwangstransfer steckt der superreiche Laurens Bancroft, ein Methusalem, der sich durch regelmäßigen Körperwechsel praktisch unsterblich gemacht hat. Bancroft ist unter mysteriösen Umständen gestorben und beauftragt Kovacs damit, seinen eigenen Tod aufzuklären. Da Kovacs ohnehin keine andere Wahl hat, nimmt er den Auftrag als Privatermittler an. Das Unsterblichkeitsprogramm ist im Kern ein hartgesottener Kriminalroman, der in einer Cyberpunk-Welt spielt, in der sich Bewusstsein auf einen Träger übertragen lässt und damit käuflich wird. Die Prämisse wirft Fragen auf, die über den eigentlichen Fall hinausreichen: was Sterblichkeit noch bedeutet, wenn der Tod nur der Verlust eines Körpers ist, und wie sich Klassenunterschiede verschärfen, wenn sich nur wenige ein neues Leben leisten können. Empfehlung: Geeignet für erwachsene Cyberpunk- und Science-Fiction-Fans ebenso wie für Leserinnen und Leser von Kriminalromanen. Kirkus Reviews nannte das Buch eine willkommene Rückkehr zu den kompromisslosen Wurzeln des Cyberpunk, fand den abgenutzten Zynismus darin aber durch und durch unangenehm. Der Roman gewann den Philip K. Dick Award und bildet den Auftakt der Takeshi-Kovacs-Trilogie; die deutsche Übersetzung stammt von Bernhard Kempen.
- Erschienen
- 2002
- Seiten
- 606
- Verlag
- Heyne
- ISBN
- 9783453879515
- Sprache
- de