Der Weber
In der düsteren Metropole New Crobuzon ist eine Katastrophe entfesselt worden. Ein gefährliches Wesen namens "Falter" ist aus den Versuchslaboren der Wissenschaftler entkommen und erweckt seinesgleichen zum Leben. Diese hypnotischen Kreaturen ernähren sich von den Träumen und Gedanken ihrer Opfer und verbreiten Terror in der gesamten Stadt. Ein kleines Team von Menschen findet sich unter dem Schutz einer unberechenbaren Macht wieder: dem Weber. Diese mehrdimensionale Existenz erscheint den Menschen als gigantische, zauberkundige Riesenspinne - ein tanzender, wahnsinniger Gott, der zwischen verschiedenen Realitätsebenen wandelt. In ihrer Verzweiflung verschanzen sich die Überlebenden im zentralen Bahnhof der Stadt, der Perdido Street Station, und schmieden einen waghalsigen Plan zur Rettung New Crobuzons. Miéville erschafft eine Welt, in der viktorianische Technologie auf Magie trifft, wo dampfbetriebene Maschinen neben grotesken Mutanten existieren und wissenschaftliche Experimente alptraumhafte Konsequenzen haben. Die Stadt selbst wird zur lebendigen Figur - ein brodelnder Moloch aus Millionen von Menschen und Nichtmenschen, regiert von einem autoritären Regime und durchzogen von sozialen Spannungen. Empfehlung: Dieses Buch eignet sich für Leser, die dichte, atmosphärische Welten schätzen und keine Scheu vor düsteren, teilweise verstörenden Inhalten haben. Besonders Fantasy- und Science-Fiction-Fans, die gewohnte Genregrenzen überschreiten möchten und Interesse an politisch unterfütterter, sozialkritischer Phantastik haben, werden hier fündig. Wer Charles Dickens' Sozialkritik in einem steampunk-grotesken Setting erleben möchte, sollte zugreifen.
- Erschienen
- 2000
- Seiten
- 558
- Sprache
- de
- Genres
- Science Fantasy, Steampunk, Weird Fiction