Endymion - Pforten der Zeit - Die Auferstehung
Rund 274 Jahre nach den Ereignissen der ersten beiden Bände ist die Menschheit über viele Welten verstreut, zusammengehalten von der Pax, einer Theokratie der römischen Kirche. Auf Hyperion erhält der Jagdführer Raul Endymion von Martin Silenus einen Auftrag: er soll das Mädchen Aenea in Empfang nehmen, das aus den Zeitgräbern (Time Tombs) hervortritt, die alte Erde finden und die Herrschaft der Pax beenden. Die Pax lehrt, Aenea sei eine Abscheulichkeit, und weiß bereits von ihrem Kommen. Father-Captain Federico de Soya, ein Priester der Pax, erhält den Befehl, das Mädchen zu ergreifen. Raul nimmt Aenea im Tal der Zeitgräber in Empfang, wo auch das monströse Shrike auftritt, und macht sich mit ihr und dem Android A. Bettik auf die Suche nach der alten Erde, unterstützt vom Raumschiff des Consuls aus den ersten beiden Bänden. Warum die Kirche das Kind fürchtet, erfährt er nicht. Er weiß nur, dass die Pax ihre Anhänger an sich bindet, indem sie ihnen die Wiederauferstehung verspricht: wer ein cruciform genanntes Mal am Körper annimmt, kehrt aus dem Tod zurück. Der Roman verhandelt die Flucht vor einer totalitären religiösen Macht, die Erlösung verspricht. Simmons verwebt darin religiöse, philosophische und ethische Fragen mit den Paradoxien von Zeitreisen, die den Hyperion-Gesängen von Beginn an eigen sind. Empfehlung: Der Sammelband enthält zwei Romane, die Bände 3 und 4 der insgesamt vier Romane der Hyperion-Gesänge, auf 1326 Seiten, übersetzt von Joachim Körber; die Bände 1 (Hyperion) und 2 (Der Sturz von Hyperion) sollte man vorher gelesen haben. Er richtet sich an Leser komplexer Space Opera mit philosophischem Tiefgang. Endymion wurde 1997 für den Locus Award nominiert, der Nachfolgeband gewann ihn als bester Science-Fiction-Roman.
- Erschienen
- 2003
- Seiten
- 1327
- Sprache
- de