Blindflug zur Schlange: Verschollen im Weltraum

Zu Weihnachten versieht Mark Brandis, Vormann der UGzRR (der Unabhängigen Gesellschaft zur Rettung Raumschiffbrüchiger), seinen Dienst in der Raumnotwache von Las Lunas; er ist mit Ruth O'Hara verheiratet. Aus dem Funkraum kommt die Meldung, die Besatzung des maroden Frachters Delfin habe einen Funkspruch aufgefangen, der den Namen des Piraten Ahmed Khan trägt, der seit Jahren als verschollen gilt. Die Henri Dunant nimmt Kurs auf die angegebenen Koordinaten. Kurz darauf wird die Florence Nightingale unter Captain Grischa Romen bei einem Rettungseinsatz gekapert und verschwindet spurlos. Brandis nimmt mit seiner Besatzung die Suche auf, doch kosmische Funkstörungen erschweren die Ortung. Dabei stößt die Crew auf den indischen Guru Shivagi Deschehen, dem Fähigkeiten zur telepathischen Kommunikation nachgesagt werden und der zu Brandis Missfallen unter Quarantäne an Bord bleiben muss. Mit dem Wechsel zur UGzRR verschiebt sich auch der Charakter der Reihe: An die Stelle des Kampfeinsatzes tritt die internationale Zusammenarbeit im Namen der Rettung. Der Fall des verschollenen Piraten Ahmed Khan nährt zugleich eine andere Ebene: wie viel von einer Legende Wirklichkeit ist und wie viel Furcht vor dem Unerklärlichen eine Besatzung selbst erzeugt. Empfehlung: Wer die Reihe seit den VEGA-Bänden begleitet, erkennt in Blindflug zur Schlange den Auftakt eines neuen Abschnitts: Ohne erzählerische Brücke wechselt Brandis in den Dienst der UGzRR, und das Piratenmotiv der Reihe kehrt zurück. Frische Spannung und eine humanitäre statt militärische Ausrichtung gelten als Stärken dieses Neuanfangs. Wurdack legte Blindflug zur Schlange 2011 mit 168 Seiten neu auf, nach der Erstausgabe von 1981.

Published
1981
Language
de

Authors

Series

In the Space-partners series

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