Astropolis: Kolonie im Weltraum

Mark Brandis übernimmt die Leitung einer Mission, die den künstlichen Planeten PL01, genannt Astropolis, auf seine vorgesehene Umlaufbahn bringen und zehntausend Auswanderer aus vielen Ländern in ihre neue Heimat begleiten soll. Kurz vor dem Start versteckt sich sein früherer Freund Gilbert Graham im Helikopter des Kommandanten: ein steckbrieflich gesuchter Biochemiker, der um eine letzte Chance bittet. Ein Priester an Bord verhilft ihm dazu, verkleidet auf Astropolis zu gelangen. Während Brandis den künstlichen Planeten auf Kurs bringen soll, wirbt Graham unter den Auswanderern für eine in der EAAU verbotene Lehre von der Unsterblichkeit und findet Zulauf. Selbst ein Techniker der Anlage wird mit der verbotenen Schrift angetroffen. Brandis steht zwischen der alten Freundschaft und seiner Pflicht als Missionsleiter. Ausgewandert wird hier nicht nur von der Erde, sondern auch von der eigenen Sterblichkeit. Das Versprechen, die biologische Uhr anzuhalten, trifft unter den Kolonisten auf offene Ohren, und es steht die Frage im Raum, ob ein solcher technischer Ausweg den Menschen wirklich weiterbringt. Sichtbar wird vor allem, wie leicht sich Bedürftigkeit für fremde Zwecke einspannen lässt, sobald jemand Vertrauen genießt. Empfehlung: Im Urteil hält sich beides die Waage: Widersprüche in den wissenschaftlichen Annahmen und ein überhastetes Ende auf der einen Seite, das Thema und die menschliche Fehlbarkeit des Helden auf der anderen. Angesprochen sind Leser der Reihe ebenso wie Freunde klassischer Science-Fiction der 1980er Jahre. Wurdack legte den Roman 2011 als Taschenbuch mit 172 Seiten vor, die Erstausgabe erschien 1980.

Published
1980
Language
de

Authors

Series

In the Space-partners series

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