Sirius-Patrouille: Kalter Krieg im Weltraum

Der Journalist Martin Seebeck wird zur SK Invictus gebracht, um den letzten Testflug vor der Übergabe an die Strategische Raumflotte zu begleiten. An Bord besteht eine Doppelspitze: Major Degenhardt führt nominell das Kommando, doch Commander Mark Brandis hat als technischer Berater der VEGA de facto das letzte Wort. Schon bei der Verfolgung eines Piratenschiffs und beim Auftauchen eines VOR-Spähers zeigen sich Spannungen zwischen den beiden Männern. Kurz darauf wird bekannt, dass das Frachtschiff Najade RT208 vermisst wird und angeblich von einem neuartigen Schiff der VOR angegriffen wurde. Der Kurs der Invictus führt am Mond vorbei in Richtung Jupiter und Uranus, und an Bord muss eine Antwort gefunden werden: Setzt Degenhardt zur Jagd an, oder besteht Brandis auf einer Rettungsmission für die vermisste Besatzung? Zwischen zivilem Auftrag und militärischem Reflex entfaltet sich ein Streit um Feindbilder. Wo die eine Seite im fremden Schiff sofort den Angreifer sieht, mahnt die andere zur Zurückhaltung, solange die Lage ungeklärt ist. Dahinter geht es um die Verantwortung in einem Zwischenfall ohne gesicherte Erkenntnis, und darum, wie schnell ein Vorurteil über bewaffnete Macht verfügt. Empfehlung: Nach einem deutlich schwächeren Vorgänger sieht die Besprechung den Band wieder im Aufwind: unterhaltsam, mit zeitloser Botschaft, aber schablonenhaft in Plot und Figurenzeichnung, und Degenhardt wirke als Befehlshaber wenig glaubwürdig. Kleinere Ungereimtheiten in Logik und Physik gehörten zum Charakter der Reihe und fielen hier weniger ins Gewicht. Die Neuauflage bei Wurdack enthält im Anhang ein Interview mit Mechthild von Michalewsky, der Witwe des Autors.

Published
1979
Language
de

Authors

Series

In the Space-partners series

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