Vargo-Faktor: Loch im Weltraum

November 2084. Der Journalist Martin Seebeck begleitet Mark Brandis, als der Rettungskreuzer Henri Dunant der UGzRR zu einem Notruf des Hospitalschiffs Paracelsus gerufen wird. Das Schiff hatte sich aus einem Gebiet mit Zusätzlicher Gravitation (ZG), einer bekannten Schwerkraftanomalie, aus eigener Kraft befreit, droht nun aber wegen eines Triebwerksschadens in den Sog zurückzufallen. Bei dem Versuch, die Paracelsus zu bergen, gerät die Henri Dunant selbst in dieses Feld und kann sich ihm nicht mehr entziehen. An Bord der Henri Dunant befindet sich auch Elmar Busch, Supercargo für den Finanzkonzern Globe Finance und selbst einmal VEGA-Commander. Seine Anwesenheit macht ein Interesse sichtbar, das nicht der Bergung gilt, sondern der Organisation: Die UGzRR steht bei einer Tochterbank von Globe Finance in der Kreide, die sie kommerzialisieren will. Während die Besatzung mit dem physikalisch unerklärten Phänomen ringt, das ihr den Rückweg versperrt, wird aus dem Rettungseinsatz ein Versuch, dem Feld selbst zu entkommen. Der Roman bleibt dem Muster der klassischen Rettungsgeschichte treu, stellt aber die Zusätzliche Gravitation selbst in den Mittelpunkt: eine längst bekannte Anomalie, die erst dann zur Falle wird, wenn einem Schiff der Antrieb fehlt. Zugleich wirft Buschs Anwesenheit die Frage auf, wie weit der humanitäre Auftrag der UGzRR reicht, wenn ihm kommerzielle Interessen gegenüberstehen. Empfehlung: Buchwurm.org nennt Vargo-Faktor einen der dümmlichsten und unglaubwürdigsten Bände der Reihe, zusammengestückelt und mit einer Physik, bei der fast nichts stimmt, hält aber fest, dass ihn Fans allein der Vollständigkeit und Nostalgie wegen weiterlesen. Der Herder Verlag brachte den Titel 1982 heraus, die Wurdack-Neuauflage mit 178 Seiten folgte 2012.

Published
1982
Language
de

Authors

Series

In the Space-partners series

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