Das Geflecht der Unendlichkeit
Im Jahr 5407 nach Christus hat die außerirdische Spezies der Qax die Menschheit erobert und unterdrückt. Nach 1500 Jahren kehrt das Raumschiff Cauchy zurück und bringt ein Schnittstellenprojekt (Interface-Projekt) mit: eine Wurmlochpforte (Wormhole-Gate) mit zeitlicher Verschiebung. Miriam Berg von der Besatzung der Cauchy reist mit der Gruppe Friends of Wigner in die Vergangenheit, um Gegenmaßnahmen gegen die Qax-Herrschaft einzuleiten. Empfänger ihres Hilferufs ist Michael Poole, der Konstrukteur der Pforte. Die Friends of Wigner nutzen relativistische Zeitdilatation und die Pforte, um eine Verbindung zwischen Vergangenheit und Zukunft herzustellen und die Menschheit vor der Qax-Herrschaft zu bewahren. Die Qax hatten die Pforte im Sonnensystem zerstört und bauen nun ein eigenes Schnittstellenprojekt, um sich Hilfe aus ihrer eigenen Zukunft zu holen. Zwischen den Fronten steht Jasoft Parz, ein menschlicher Botschafter, der mit den Besatzern kollaboriert. Der Roman verhandelt Zeitreisen als kausales Paradox: Wenn eine Botschaft aus der Zukunft die Vergangenheit verändern kann, stellt sich die Frage, welche Zeitlinie am Ende Bestand hat. Damit verknüpft ist ein kosmologischer Gedanke, dass Information über gewaltige Zeitskalen erhalten bleiben könnte und der Kampf der Menschheit ums Überleben Größenordnungen erreicht, die weit über ein einzelnes Leben hinausreichen. Empfehlung: Hard Science Fiction, deren realistischer Rand auf dem physikalischen Hintergrund des Autors beruht. Damien Broderick und Paul Di Filippo führen den Roman in ihrem Buch Science Fiction: The 101 Best Novels 1985 bis 2010 auf. Es ist der zweite Band des Xeelee-Zyklus.
- Erschienen
- 1992
- Seiten
- 287
- Verlag
- Heyne
- ISBN
- 9783453079588
- Sprache
- de
- Genres
- Hard Sci-Fi