Mark Brandis (Nikolai von Michalewsky)

Nikolai von Michalewsky kam am 17. Januar 1931 in Dahlewitz in der Mark Brandenburg zur Welt, als Sohn einer russischen Adelsfamilie. Jahrzehntelang wusste kaum jemand, dass er es war, der die Weltraumpartisanen schrieb: Auf den Büchern stand Mark Brandis, und so hieß auch der Held. Der Name geht auf die Landschaft zurück, in der sein Erfinder geboren wurde. Vor dem Schreiben lag eine unstete Jugend: Michalewsky arbeitete als Hafenarbeiter, als Industriepolizist und als Angestellter einer Kaffeeplantage in Belgisch-Kongo. Er wurde Lokalreporter und berichtete für eine französische Nachrichtenagentur aus dem Algerienkrieg. Seit den späten 1950er Jahren lebte er als freier Schriftsteller in Grasberg bei Bremen, drehte Dokumentarfilme und gehörte zu den meistbeschäftigten Kriminalhörspielautoren des Landes. Zur Science-Fiction kam er durch eine Anfrage. 1969 trat der Herder-Verlag an ihn heran, mit einem Gebiet, das ihm bis dahin fremd war; bis 1987 entstanden einunddreißig Bände. Den Reihentitel und die Gestaltung verantworteten der Verlag, der Lektor Anton Baumeister und der Schweizer Grafiker Robert André, dessen Umschläge die Bücher auf einen Blick erkennbar machten. Die Reihe spielt rund hundert Jahre in der Zukunft und folgt Mark Brandis vom Testpiloten zum Commander verschiedener Raumschiffe. Von anderen Serien ihrer Zeit unterschied sie die Gewichtung: nicht die Technik stand im Vordergrund, sondern der Mensch, und Michalewsky verhandelte Probleme der Gegenwart im Gewand der Zukunft. Das trug ihm eine treue Leserschaft ein: Neben Perry Rhodan wurde Mark Brandis die erfolgreichste deutschsprachige Science-Fiction-Jugendbuchreihe. Michalewsky starb am 27. Dezember 2000 in Grasberg, wenige Wochen vor seinem 70. Geburtstag.

Geboren
17. Januar 1931
Gestorben
27. Dezember 2000
Nationalität
Deutschland

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